Warum hat das Nexus 4 kein LTE?

Einen Akku, den man nicht austauschen kann, kann man noch verschmerzen. Beim microSD-Slot wirds schon schwerer. Schlicht ein Unding finden manche aber das Fehlen von LTE/4G. Doch Google hat gzte Gründe dafür.

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Wo man hinschaut, LTE. Schneller, höher, weiter, mehr. Dennoch verzichtete Google beim LG Nexus 4 bewußt drauf. Doch wieso? Andy Rubin führt längere Akkulaufzeit und Kosten an. Da die LTE-Netze noch nicht flächendeckend ausgebaut sind, mußte das Samsung Nexus entweder beide Netze (3G und 4G) parallel nutzen, oder wechselte hin und her, was den Akku schnell geleert hat.

In den USA sind die Provider nicht unbedingt Freunde offener Software,denn um auf das LTE-Netzwerk von z.B. Verizon und Sprint zugreifen zu können, muß der Providerspezifische 3G CDMA-Standard unterstützt werden. Da Android von Google aber als offenes System konzipiert wurde und es schlicht kein offenes 3G CDMA-Gerät gibt… Erübrigt sich das. Zudem muß Google, wenn es bei Verizon LTE nutzen will, einen zertifizierungsmarathon hinter sich bringen, trotz der „Open Development“ Initiative aus dem Jahr 2008. Dies erlaubt anderen Firmen, Verizons LTE-Netzwerke (die größten der USA) zu nutzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind:

As long as the person follows our specifications and certification process as outlined on our open access website, they can get a device on our network. (Verizon spokesman)

Da Verizon aber den bereits erwähnten 3G CDMA-Standard als Vorbedingung zum Verbindungsaufbau anführt, der eben nicht offen für unbranded devices ist, bleibt der status quo erhalten.

Firmware pushed to devices over the air must be tested and certified. (Verizon spokesman)

Das kommt hinzu. OTA kann also, ohne den Zertifizierungsprozess, kein Update für Android über LTE verteilt werden, was bereits beim Samsung Nexus zu Verspätungen von ganzen 3 Monaten für Updates führte.

Da es zudem verschiedene Frequenzen gibt, die irgendwie in Einklang gebracht werden müssen, ist das wiederum mit massiven Kosten bei der Herstellung von Geräten verbunden. Die müssen mit allen kompatibel sein. Entweder, man hat hier die Unterstützung der Provider, oder einen großen, sehr hungrigen Markt.

(via)