Samsungs Mitarbeiter trinken zu viel Alkohol – Konzern stellt Regeln auf

Man kennt übermäßige Gelage eher von „Kiddies“, die dem Komasaufen frönen und das toll finden. Asiaten vertragen nichts? Stimmt, das hält sie aber nicht vom Trinken ab. Und das nicht zu knapp.

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Als ich vor 2 Jahren in Beijing (Peking) bei einer bekannten deutschen Firma war, bekam ich ein paar Gepflogenheiten der Damen und Herren der Chefetage mit (Kontakte ftw). Eine war: wenn man bei einem Geschäftsabschluß nicht sternsthagelvoll war, war dieser schlecht und die Wahrscheinlichkeit, daß man wieder ein Geschäft abschließt, geringer. Es gehört in Asien zum guten Ton, sich bei dererlei und anderen Gelegenheiten ordentlich einen zu genehmigen. Samsung will diesem treiben nun ein Ende bereiten und hat entsprechend reagiert.

Die Koreaner seien die Trinker Asiens. Mit Abstand. Wöchentlich finden „hoesik“ genannte Gelage statt. Hoesik läßt sich in etwa mit Belegschaftsessen übersetzen. Es ist dabei Aufgabe der Angestellten, die Chefs bei Laune zu halten, indem man Trinkspiele spielt, oder eben einen auf Kampftrinker erster Güte macht. Der ganzen Belegschaft ist es nun z.B. verboten, alkoholische Mixgetränke zu konsumieren. Wer nun sagt „Eingriff in die Privatsphäre, Sauerei, geht mal garnicht!“, der sei an den Spruch „andere Länder, andere Sitten“ erinnert. In Korea sind häufige Jobwechsel tunlichst zu vermeiden, da sie kein gutes Licht auf einen werfen; zudem hat die Identifikation mit der eigenen Arbeit einen wesentlich höheren Stellenwert als bei Europäern.

In diesem Sinne, Prost.

(via)