Email-Trojaner war gestern – Smartphone-Apps übernehmen Rechner und Handy

Mehrere Apps im Google Play Store sind laut Kaspersky darauf aus, alles, angefangen von SMS, über Musik, Bilder bis zum kompletten Inhalt der SD-Karte und des Speichers, zu kopieren und an einen Master-Server zu schicken. Doch die Apps können noch mehr – nämlich den PC infizieren.

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Sie kommen als Systemreiniger daher, unauffällig, schick. Jedoch installiert man sich nicht, was man gerne hätte, sondern Pest, Cholera und Syphilis kombiniert. Die App kopiert, wie bereits geschrieben, alles, was auf dem Smartphone gespeichert ist und schickt das Paket dann an einen Masterserver. Sie kann verseuchte Webseiten aufrufen, weitere Schädlinge runterladen und installieren, teure Premiumnummern anrufen und an diese SMS verschicken, das volle Programm. Richtig lustig wird es jedoch, wenn man das verseuchte Smartphone per USB an den PC anschließt, dieser keine Updates hat und Autoplay für USB aktiv ist: der Schädling kopiert sich auf den PC und versucht da, sobald er über Mikrofone einen Pieps hört, alles mitzuschneide. Ganz nebenbei richtet der Schädling noch eine Backdoor ein, über die die Programmierer dann Zugriff auf den PC / Laptop haben.

Eine der Apps heißt „Super Clean“. Systemreiniger sind bei Linuxsystemen, im Gegensatz zu Windoof (bei Mac OS weiß ich es nicht) nicht notwendig, das Dateiverwaltungssystem arbeitet wesentlich besser und effizienter als man es vermuten könnte. Dennoch erfreuen sich derlei Werkzeuge recht großer Beliebtheit, wer beschleunigt nicht gerne sein System? Man kann es nicht oft genug sagen: wenige gute Bewertungen sind keine Garantie für eine gute App, immer Sicherheitssoftware installieren, haltet eure Systeme auf Stand. Und: seid kritisch! Installieren ohne zu hinterfragen kann ungeahnte Konsequenzen haben.

(via)