So. jetzt ist es also so weit, Apple präsentierte gestern Abend seine Apple Watch und liefert somit sein Pendant zu den bereits erhältlichen Android Wear Devices ab. Neben dem Aspekt, dass sich in den kommenden Wochen die beiden Fan-Lager wieder massiv im Netz bekriegen werden, welches Smartwatch-Konzept denn nun das Bessere sei, bringt die neue Uhr hoffentlich auch endlich Bewegung in den schleppend-wachsenden Wearable-Markt.
„be together. not the same.“ – wer liefert die größte Designvielfalt?
Kurz vor Apples Präsentation der neuen Watch veröffentlichte Google einen weiteren kleinen Werbeclip der „be together. not the same“-Reihe. In diesem zeigt Google die bereits erhältlichen Smartwatches mit Android Wear und wie unterschiedlich diese sind. So soll jeder das passende Android Wear Modell für die persönlichen Designvorstellungen finden können. Statt „Einheitsform“ und „Einheitsfarbe“ präsentieren sich im Clip die Android Wear Devcies farbenfroh und unterschiedlich, genauso wie ihr Träger. Verglich man im Vorfeld bereits erhältliche Smartwatches mit Android Wear mit den wenigen bekannten Fakten zur neuen Apple Watch, dann hätte man meinen können, dass dies so stimmt. Gestern Abend kam es dann aber anders.
Schafft es Konkurrent Apple, Wearable Devices einer breiten Masse schmackhaft zu machen?
Ob gerade der Angriff hinsichtlich der Designvielfalt so sinnvoll war, sei mal dahingestellt. Nach der Apple-Präsentation war nämlich klar, dass es die neue Apple Watch auch in unzähligen Design- Varianten geben wird. Insgesamt drei Modell-Varianten (Sport, Standard und Luxus-Edition) in zwei unterschiedlichen Größen lassen sich mit einer Vielzahl Armbänder (Leder, Edelstahl, Plastik) kombinieren. So kann sich auch jeder Apple Nutzer das für ihn beste Designkonzept „zusammenstellen“. Wir finden, egal ob Apple oder Android, dass aktuelle Smartwatches immer noch viel zu groß und klobig sind. Das, und der Aspekt, dass man das Teil jeden Abend aufladen muss, schreckt aktuell einfach viele Nutzer ab, ein Investment von 300 Euro oder mehr für eine technische Spielerei ohne echten Mehrwert zu investieren. Sollte die Apple Watch den Markt erobern und so Smartwatches für eine breite Masse interessant werden, folgen hoffentlich auch bald sinnvolle „Alleinstellungs-Funktionen“ der Smartwatches beider Betriebssysteme. Denn das wäre wesentlich relevanter, als die Verfügbarkeit verschiedener Designkonzepte anzubieten, finden wir.