Wer großen Wert auf verschlüsselte Kommunikation legt, gleichzeitig aber nicht Angehöriger des deutschen Bundestages oder ranghoher Militärexperte ist, als welcher man ein High-end Krypto-Modell zur Verfügung gestellt bekommt, muss sich selbst helfen. Mit dem Nachfolger des Blackphone, dem Blackphone 2 soll das jetzt besonders einfach gehen. TechCrunch liefert die Infos.
Nach dem Imgageverlust: Liefert das Blackphone 2 die versprochene Technik?
Gut wir geben es zu, das Blackphone in seiner Ursprungsversion konnte nicht zu 100% überzeugen. Die Idee war super, die Zeit dafür reif (NSA-Skandal) nur die Umsetzung schlampig. Somit war ein Root des Systems durch engagierte Hacker auf der Blackhat kein Problem und das hätte nicht passieren dürfen. Der Imageverlust war enorm für das kleine Unternehmen. Die Smartphonehersteller des Blackphone 2 nahmen diese Situation zum Anlass, wie sie sagen, um ihr gesamtes Sicherheitskonzept komplett zu überarbeiten und jetzt in verbesserter Version mit dem neuen Modell anbieten zu können. Neben der bekannten Kommunikationsverschlüsselung über die hauseigenen SGP Technologie Server und eine VPN-verschlüsselte Internet-Nutzung bietet das neue Modell noch ein verbessertes Display-Glas (Gorilla), welches jetzt bruchsicher ist. Herzstück soll ein 64 Bit fähiger 8-Kerne-Prozessor sein. Wer diesen genau herstellen wird, beantwortete der Hersteller noch nicht. Das bleibt auf jeden Fall spannend.

Ist die Krypto-Verschlüsselung heute nur noch reine Augenauswischerei?
LTE, eine Schnellladefunktion, 3 GB RAM und die Silent Circle App runden das Paket sinnvoll ab. Besonders die App erlaubt es jetzt, 100%-abhörsichere Telefonate führen zu können, verspricht der Hersteller. Ob die Sicherheitskonzepte diesmal greifen oder das Smartphone wieder so leicht zu hacken ist, bleibt abzuwarten. Alternativ habt ihr nach wie vor die Möglichkeit, über den Dienst SecuSmart von vodafone für einen monatlichen Beitrag komplett verschlüsselt und abhörsicher zu telefonieren. Dabei soll es sich um dieselbe Technologie handeln, die auch beim Kanzlerhandy eingesetzt wird. Insgesamt gehen wir aber davon aus, dass jedes angebotene Verschlüsselungssystem seitens der NSA „entschlüsselt“ werden kann. Denn: Mit ausreichendem Druck seitens staatlicher Ermittlungsbehörden, werden weder SecurSmart noch vodafone oder SGP eine rechtliche Schlacht für die betroffenen Kunden vor Gericht austragen, sondern still und heimlich das angefragte Material rausrücken! Und dieses muss den Ermittlungsbehörden in Deutschland dann sowieso unverschlüsselt übergeben werden. Aktuell streiten Experten darüber, welche Verschlüsselungsmechanismen seitens der NSA mit entsprechenden High-end-Rechenzentren geknackt werden können. So müssen diese das gar nicht!