Es klingt wie ein Wunder, doch ist es real. Das Samsung Galaxy Note bekam heute das lang ersehnte Android 4.1.2 aka Jelly Bean.

Was hat sich geändert? Wie sieht es aus, wie fühlt es sich an, wenn KIES nach 5 bis 6 Stunden Ärger, fluchen und schimpfen endlich funktioniert? Orgiastisch. Doch versuchen wir trotz aller Freude sachlich zu bleiben. Screenshots findet ihr ganz unten im Beitrag.

Was zuerst auffällt ist, dass das Widget mit Uhr und Wetter verändert ist, ebenso die Schrift. Auch der Startbildschirm sieht, schrift- technisch, anders aus. Beim entsperren fällt auf, dass der feste Kreis, den man vorher hatte, einem nett animierten Mehrfachkreis gewichen ist.

Die Wetter-App zeigt nun eine Graslandschaft, die sich der Uhrzeit entsprechend aufhellt oder verdunkelt. Sonst sieht man, wenn frisch installiert, kaum noch Icons. (Bild 1)

Auch die Kalender-App wurde etwas verändert. Anstatt des farblich unterlegten aktuellen Tages ist der Tag mit einem blauen, dünnen Kreis gekennzeichnet. Angelegt sind 7 Homescreens, belegt sind 3. Wieso Samsung mit der Mitte anfängt ist mir jedoch schleierhaft.

Was für jene, die neu zu Android kommen, nett ist, sind die wieder auftauchenden Erklärungen zu Gesten, was man wie einstellen und verschieben kann.Wer sie schon kennt, kann sie getrost wegklicken.

Was mich an der Statusleiste überrascht hat ist, dass sie nicht mehr so starr ist wie noch unter 4.0.4. Neben WLAN, Bluetooth, GPS, Stumm und Bildschirm drehen kann man diese Leiste nun verschieben und hat dann Zugriff auf z.B. „Mobile Daten“, Ruhemodus, Energiesparen, Sync und Multiwindow.

Zum Thema Energiesparen: diesen Modus kann man nur dann aktivieren, wenn man mindestens eine Option hierzu aktiviert. Dies geht schnell und einfach, man drückt einfach länger auf „Energiesparen“ und landet direkt im Menü. Die restlichen Einstellungen kann man über das Zahnrad in der oberen rechten Ecke erreichen. Das Einstellungsmenü ist nun um einiges länger, es werden alle Konten, sei es Samsung, Google, WhatsApp, Dropbox, etc. aufgelistet. Wenn man einen einzelnen Dienst anklickt, kann man so seine Konteneinstellungen editieren. (Bild 2)

Eine weitere Neuerung kommt zutage, wenn man auf Kontakte klickt. Hier landet man zuerst auf dem Reiter Favoriten, in dem die häufigst kontaktierten Leute aufgelistet sind. Das erleichtert durchaus die Kontaktaufnahme, wenn man sich nicht durch die alte (noch vorhandene) Kontaktliste suchen muss. Neu ist hier dagegen, dass es einen Reiter namens Gruppen gibt. Über diesen kann man, wenn man die Gruppenzuordnung nutzt, schneller seine Kontakte raussuchen oder auch direkt allen eine Nachricht (SMS, Email) senden, wenn man länger auf den Gruppennamen drückt.

Die Galerie hat auch ein paar neue Möglichkeiten erhalten. So kann man sich die Bilder in verschiedener Art (fließend, ausblenden, Zoom, …)anzeigen lassen, mit Musik und unterschiedlichen Intervallen.

Neu sind auch ein paar Apps. So gibt es nun eine Diktiergerät-App, Gruppen-Play (man kann Musik, Spiele etc. direkt über WLAN mit anderen teilen), Paper Artist (ein Malprogramm, Bild 3), sowie der übliche Ballast (HRS Hotels, kaufDA, etc).

Zu Multiwindow: es funktioniert. Und das gut, allerdings nicht mit allen Apps. Verfügbar ist es derzeit nur für Chrome, Email, Galerie, Google Maps, Talk, Youtube und ein paar andere, wenige Apps. Aktivieren kann man diese Funktion, indem man den Zurück-Knopf (rechts vom Home-Button) gedrückt hält. Deaktivieren kann man die Funktion, indem man wieder den Zurück-Knopf gedrückt hält.

Was mir bei den Screenshots aufgefallen ist, als ich sie gemacht habe: man muss gefühlt länger mit dem Stift auf das Display drücken, damit der Screenshot gemacht wird. Auch ist der Effekt, wenn er gemacht wird, nicht mehr so deutlich wie noch mit 4.0.4. Was für mich positiv ist: man landet nicht mehr sofort in der Galerie. Allerdings muss man jeden Screen, bevor man weitermachen kann, direkt speichern oder verarbeiten. Wenn man den Zurück-Knopf zu oft und schnell drückt, geht der Screenshot verloren.

Der Musikplayer wurde etwas ausgebaut, zumindest gibt es nun auch virtualisierten 7.1-Klang (nur mit Kopfhörern). Optisch hat sich hier auch was getan, der Equalizer wurde auch erweitert. (Bild 4 + 5)

Ebenfalls verändert hat sich die Tastatureingabe der Samsung Tastatur. Wenn man z.B. ein ä haben möchte, läuft es wie gehabt, länger auf A drücken. Aber die Auswahl ist nicht mehr in einer Reihe aufgelistet, sondern in 2 Ebenen übereinander.

Ein paar neue Widgets gibt es auch, die doch recht nützlich sein können. So kann man schnell auf seine bevorzugten Kontakte, Apps oder Einstellungen zugreifen. (Bild 6)

Das waren auf den ersten Blick die augenscheinlichsten Veränderungen. Ansonsten wirkt das Samsung Galaxy Note schneller beim verarbeiten von Befehlen und beim hochfahren als noch unter Android 4.0.4. Wehmutstropfen: bisher ist es nur für die internationale Version ohne SIM-Lock und über KIES verfügbar.

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