Das Betriebssystem Android ist auf immer mehr Geräten zu finden, seien es Smartphones, Tablets, oder neuerdings Kameras. Mancher macht mit seinem Androiden alles: Fotos, Videos, Online Banking – und sich damit zum Ziel von Kriminellen.

Kaspersky-Labs hat seinen “Kaspersky Security Bulletin 2012″ veröffentlicht. Darin wird deutlich, wie oft Android-Systeme eigentlich Ziel von Angriffen aus dem Netz und über infizierte Apps werden. So gab es mehr als 1,5 Milliarden webbasierte Angriffe und über 3 Milliarden infizierte Dateien. Aber auch Apples iOS und Mac OS bleiben nicht verschont. So gab es 30% mehr Mac-Trojaner als letztes Jahr, das Botnet “Flashback” ist ein Beispiel. Dabei wurden mehr als 700.000 Macs infiziert.

Da Prominente und Politiker gerne Apple-Produkte kaufen und benutzen, werden diese ein besonders lohnendes Ziel. Neben Abhörmaßnahmen durch Fremdstaaten kann man auch immer wieder Fotos und Videos leicht oder gar nicht bekleideter Stars im Internet finden. Hauptziel 2012 war jedoch Googles Betriebssystem. 99% aller entdeckten mobilen Schadprogramme richteten sich gegen Android. Im Vergleich zu 2011 versechsfachten sich die Schädlinge auf rund 35.000. So langsam sind mobile Geräte ähnlich gefährdet wie PCs. Wer sich noch nicht mit Abwehrmaßnahmen beschäftigt hat, sollte dies schleunigst tun! CHIP hat im September 2012 einen Test diverser Programme gestartet, der Artikel hierzu ist hier abrufbar.

(via)

1 Kommentar

  1. [...] Der Verbreitungsweg, abgesehen vom Play Store, ist bisher unbekannt. Ziel ist jedoch die Errichtung eines Bot-Netzwerks, mit dem man z.B. DDoS-Attacken durchführen kann. Dr. Web vermutet, daß die Kriminellen mit Social Engineering versuchen, die App als legitimes Produkt im Play Store zu etablieren. Der Android-Trojaner wird derzeit noch analysiert, was sich aber schwieriger gestaltet als gedacht: mittels “Code Obfuscation” wurde der Quellcode verändert. Einzige Mittel: nur aussicheren Quellen installieren, die angefragten Berechtigungen anschauen und ein Antivirenprogramm installieren. [...]

Kommentar verfassen